Ein großes Problem in Altbauwohnungen sind unebene Böden. Da knarzt und wackelt jeder Belag. Ich habe einmal einen Betonboden mit Ausgleichsmasse begradigt, bevor ich das Parkett verlegen ließ. Das hat den Bodenbelag im Wohnzimmer erst richtig schön gemacht. Wer den Aufwand scheut, kann einen dicken Teppichboden legen, der die Unebenheiten kaschiert. Aber Teppichboden ist schwierig sauber zu halten, besonders wenn man oft isst oder trinkt. Besser ist eine Kombi: dünner Vinylboden auf der ganzen Fläche, und darauf einen großen Teppich, der weich ist und bei Bedarf ausgetauscht wird.
Im Bad war der größte Wunsch, die alte Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen, aber das war zu teuer. Stattdessen verkleidete ich die Wanne mit einer neuen Acrylverkleidung und brachte einen Duschvorhang mit einem modernen Muster an. Den Boden belegte ich mit Vinylfliesen in Steinoptik – die sind wasserfest und lassen sich leicht zuschneiden. Den Spiegel über dem Waschbecken tauschte ich gegen ein beleuchtetes Modell aus, das gleichzeitig als Regal dient. So sparte ich Platz für Kosmetikartikel. Beim Wohnung renovieren im Bad sollte man aber aufpassen, dass man keine Feuchtigkeitsfallen schafft. Ich ließ die Lüftung prüfen und strich die Wände mit einer speziellen Feuchtraumfarbe. Das Ergebnis: ein helles, praktisches Bad, ohne dass ich die ganze Sanierung durchführen musste.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beleuchtung. In einer Wohnung, die ich kürzlich betreute, war das Wohnzimmer dunkel und wirkte trotz 35 Quadratmetern gedrungen. Der Fehler lag in der falschen Lichtquelle: Eine einzelne Deckenlampe warf harte Schatten. Wir tauschten sie gegen drei verschiedene Lichtquellen aus: eine warme Stehlampe in der Ecke, eine Tischlampe auf dem Sideboard und indirekte LED-Streifen hinter der Couch. Dazu stellten wir eine schlanke Kommode aus hellem Holz auf, die den Raum optisch öffnete. Die Käufer, die zur Besichtigung kamen, bemerkten sofort, wie freundlich der Raum wirkte. Sie konnten sich vorstellen, hier mit Freunden zu sitzen oder abends ein Buch zu lesen. Beleuchtung ist ein unterschätztes Werkzeug im Home Staging, das oft den Unterschied zwischen einem „vielleicht” und einem „ja” ausmacht.
Bei jungen Paaren oder Familien mit kleinen Kindern spielt der praktische Nutzen eine große Rolle. Ich erinnere mich an eine Wohnung mit einem winzigen zweiten Zimmer, das kaum 8 Quadratmeter maß. Die Besitzer nutzten es als Abstellkammer. Meine Idee war, es als Kinderzimmer zu inszenieren. Wir stellten ein schmales Hochbett mit einer Rutsche darunter auf und nutzten eine Kanapa z funkcją spania für die Eltern, falls das Kind krank war. Dazu kamen helle Farben an der Wand und ein Teppich mit geometrischem Muster. Die Käuferin, eine alleinerziehende Mutter, war sofort begeistert. Sie sah, wie sie den Raum effizient nutzen konnte, ohne dass er überladen wirkte. Home Staging hilft dabei, in echte Verkaufsargumente zu verwandeln. Käufer kaufen nicht nur Quadratmeter, sie kaufen eine Vorstellung vom Leben.
In der Küche hatte ich ein Problem mit den alten Fliesen, die fleckig und unmodern aussahen. Statt sie mühsam zu entfernen, entschied ich mich für eine Spezialfarbe für Fliesen, die ich in einem hellen Beige auftrug. Das war eine schnelle und günstige Lösung, die den Raum sofort aufhellte. Die Arbeitsplatte aus Holz lackierte ich neu in einem dunklen Walnusston, der einen schönen Kontrast zu den weißen Schränken bildet. Besonders praktisch war der Einbau einer schmalen Regalschiene für Gewürze – das spart Platz auf der Arbeitsfläche und sieht ordentlich aus. Beim Wohnung renovieren in der Küche sollte man aber vorsichtig sein: Wasser und Strom erfordern oft einen Fachmann. Ich habe die Steckdosen von einem Elektriker prüfen lassen, bevor ich neue Lampen anbrachte. Lieber einmal mehr absichern, als später Ärger haben.
Die Wahl der Materialien spielt eine ebenso große Rolle. Griffe aus gebürstetem Edelstahl sind nicht nur schön, sondern auch hygienisch. Aber bei einer Familienküche mit kleinen Kindern rate ich zu abgerundeten Kanten und einer Tapisseriewahl, die Flecken verträgt. Tapisseriewahl ist ein Punkt, den viele unterschätzen. Eine strukturierte Oberfläche wie Leinen oder eine Mikrofaser kann Wunder wirken, während glatte Stoffe schnell unschön aussehen. Ich habe selbst eine Küchenzeile mit einer Front aus lackiertem Holz, die ich regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwische. Das hält seit Jahren. Und wenn die Küche direkt am Wohnzimmer liegt, sollte die Farbe mit dem Rest harmonieren – ein warmes Grau oder ein sanftes Olivgrün wirkt einladend.
Wenn ich an mein erstes Wohnzimmer denke, erinnere ich mich an einen grauen Teppichboden, der nach einem Jahr schon an den Stellen fadenscheinig war, wo die Couch stand. Seitdem habe ich viel ausprobiert: Laminat, Vinyl, Parkett, sogar Kork. Denn der Bodenbelag im Wohnzimmer entscheidet nicht nur über die Optik, sondern auch über das tägliche Wohlgefühl. Gerade in Räumen, wo man stundenlang sitzt, spielt, isst und manchmal auch Gäste auf dem Boden empfängt, muss die Oberfläche einiges aushalten. Und sie sollte nicht quietschen oder kalt wirken. Wer einmal einen hellen Hochglanzboden hatte, kennt den Frust jedes einzelnen Kratzers von der Umzugskiste.
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Tags: Stauraum in der kleinen Wohnung