Zunächst wird die Wandfläche ermittelt. Dafür multipliziert man den Raumumfang mit der Raumhöhe. Konkret: Ein Raum von 5 Metern Länge und 4 Metern Breite hat einen Umfang von 18 Metern. Bei einer standardmäßigen Deckenhöhe von 2,50 Metern ergibt das eine Wandfläche von 45 Quadratmetern. Von dieser Zahl werden nun alle Flächen abgezogen, die nicht gestrichen werden: Fenster, Türen und fest eingebaute Schränke. Ein Fenster mit 1,5 mal 1,2 Metern reduziert die Fläche um 1,8 Quadratmeter, eine Tür um etwa 2 Quadratmeter.
Wer in einer Mietwohnung die Wandfarbe wechselt, steht oft vor der Frage: Muss ich beim Auszug wieder weiß streichen oder kann ich die frische Farbe einfach so lassen? Die Antwort hängt vom Mietvertrag und vom Zustand der Wohnung ab. Doch unabhängig davon gilt: Ein sauberes Ergebnis ist die halbe Miete. Mit der richtigen Vorbereitung und ein paar handwerklichen Kniffen vermeiden Sie unnötige Kosten und Ärger mit dem Vermieter.
Ein häufiger Fehler ist, direkt nach dem Streichen die Fenster weit zu öffnen. Dadurch trocknet die Farbe zu schnell und es entstehen Risse oder ein ungleichmäßiger Glanz. Lassen Sie die Wand bei geschlossenem Fenster trocknen und lüften Sie erst danach kurz. Ein weiterer Klassiker: unzureichendes Abkleben. Selbst kleine Farbreste auf dem Rahmen sind schwer zu entfernen. Entfernen Sie das Malerkrepp erst, wenn die Farbe komplett getrocknet ist – so reißen Sie keine frischen Kanten ab. Kontrollieren Sie nach dem Trocknen das Ergebnis bei gutem Licht. Kleine Macken können Sie mit einem Pinsel ausbessern, ohne neu zu streichen.
Deckenfläche getrennt kalkulieren und Verbrauchswerte realistisch ansetzen Die Decke wird nie zusammen mit den Wänden berechnet, denn sie benötigt meist eine andere Farbkonsistenz. Für die Decke gilt: Länge mal Breite des Raums. Im Beispiel also 5 mal 4 Meter, das sind 20 Quadratmeter. Soll die Decke nicht gestrichen werden, entfällt dieser Posten komplett. Übrigens: Wer die Decke nach dem Streichen der Wände anfasst, riskiert Farbspritzer an den frischen Wänden – also immer erst die Decke bearbeiten.
Nun kommt der Verbrauchswert der Farbe ins Spiel. Auf dem Gebinde steht in der Regel eine Angabe wie „ca. 150 Milliliter pro Quadratmeter bei einmaligem Anstrich”. Diese Zahl bezieht sich aber auf ideale Bedingungen: glatter Untergrund, optimale Saugfähigkeit, gleichmäßiges Auftragen. In der Praxis braucht man fast immer mehr. Besonders bei stark saugenden Untergründen wie Putz, Gipskarton oder alten, matten Anstrichen kann der Verbrauch um 20 bis 30 Prozent steigen. Auch eine dunkle Grundfarbe, die überdeckt werden soll, erfordert oft einen zweiten Anstrich.
Bevor Sie den Pinsel in die Hand nehmen, prüfen Sie den Zustand der Wand. Alte Tapeten mit Blasen oder Rissen sollten Sie entfernen, denn sonst blättert die neue Farbe später ab. Kleine Löcher und Risse spachteln Sie mit Spachtelmasse aus. Nach dem Trocknen schleifen Sie die Stellen glatt – am besten mit einem Schleifblock und mittlerer Körnung. Wichtig ist, dass die Wand staubfrei ist. Wischen Sie sie mit einem leicht feuchten Tuch ab. Vergessen Sie nicht, Fußleisten, Fensterrahmen und Steckdosen mit Malerkrepp abzukleben. Auch der Boden braucht Schutz: Ein Abdeckvlies oder eine dicke Folie verhindert, dass Farbe in die Fugen läuft.
Zum Schluss das Oberflächenfinish: Eine unbehandelte Massivholzplatte nimmt Feuchtigkeit auf und verzieht sich. Öle die Platte vor dem Zusammenbau mit einem Naturöl ein – mindestens zwei Schichten, mit zwölf Stunden Trocknungszeit dazwischen. Das Öl schützt nicht nur vor Flecken, sondern verhindert auch, dass die Platte bei Feuchtigkeitsspitzen zu stark arbeitet. Nach dem Ölen solltest du die Beine noch nicht sofort festschrauben, sondern die Platte für eine weitere Stunde liegen lassen, damit der Ölfilm nicht in die Gewinde läuft. Mit dieser Methode hält dein selbstgebauter Schreibtisch viele Jahre – und die Platte bleibt rissfrei.
Der häufigste Fehler bei der Berechnung ist das Ignorieren der Fenster- und Türflächen. Wer die einfach weglässt, kauft zu viel Farbe – und ärgert sich über Restmengen, die nach dem Öffnen nur noch ein Jahr haltbar sind. Ein anderer Fehler: Man rechnet mit dem Verbrauchswert für einen Anstrich, plant aber realistisch zwei. Dann braucht man die doppelte Menge. Und schließlich: Die Raumhöhe großzügig aufrunden, denn die tatsächliche Wandhöhe kann durch Bodenbeläge oder abgehängte Decken leicht variieren – wer hier zehn Zentimeter unterschlägt, kommt schnell ins Minus.
Ein typischer Fehler ist das Ignorieren der Anzahl der Anstriche. Wenn Sie eine stark deckende Farbe auf dunklem Untergrund auftragen, sind fast immer zwei Anstriche nötig. Die berechnete Farbmenge verdoppelt sich dann. Auch bei Farbtönen mit kräftigen Pigmenten oder bei Lasurtechniken sollten Sie kalkulieren, dass der zweite Anstrich nicht optional ist. Ein weiterer Stolperstein: Manche Farben werden mit Wasser verdünnt, um die Verarbeitung zu erleichtern – das erhöht die Fläche pro Liter, reduziert aber die Deckkraft. Halten Sie sich an die Verdünnungsempfehlung des Herstellers, sonst stimmt die Rechnung nicht.
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