Wenn Sie diese Schritte berücksichtigen, können Sie die Zugluft deutlich reduzieren und Heizenergie sparen. Im Idealfall kombinieren Sie die Innendämmung mit einer neuen Klappendichtung und überprüfen Sie das Ergebnis im nächsten Winter. Sollten Sie unsicher sein, ob der Kasten tragende Teile enthält oder ob eine Dampfsperre erforderlich ist, lassen Sie sich fachkundig beraten – das ist günstiger als eine spätere Sanierung. Mit etwas handwerklichem Geschick und den richtigen Materialien schaffen Sie es, dass der Kasten dicht bleibt und der Wohnraum warm. Denken Sie daran, regelmäßig zu kontrollieren, ob die Dichtungen noch intakt sind, und erneuern Sie sie bei Bedarf.
Wenn im Winter kalte Luft durch den Rollladenkasten zieht, liegt das meist an undichten Klappen, offenen Gurtführungen oder fehlenden Dichtungen. Der Kasten ist die größte Schwachstelle in der Gebäudehülle, weil er außen liegt und innen nur eine dünne Klappe den Raum trennt. Bevor Sie jedoch mit Dämmaterial arbeiten, sollten Sie prüfen, ob der Kasten überhaupt zugänglich ist. Bei vielen Modellen lässt sich die äußere Klappe abnehmen, bei neueren Varianten müssen Sie die Innenseite öffnen. Arbeiten Sie immer bei ausgeschaltetem Motor, wenn ein elektrischer Antrieb verbaut ist, und sichern Sie das Rollo gegen Herunterfallen.
Die erste Schicht trocknet je nach Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit zwischen zwölf und vierundzwanzig Stunden. Danach prüfen Sie die Oberfläche: Fühlt sie sich rau an, schleifen Sie sie nochmals sehr leicht mit Körnung 320 nach. Dieser Zwischenschliff entfernt aufgestellte Holzfasern, die durch das Öl aufquellen. Tragen Sie dann eine zweite, dünnere Schicht auf. Bei stark beanspruchten Stellen, etwa an der Bettkante, können Sie eine dritte Schicht auftragen. Aber übertreiben Sie es nicht: Zu viel Öl macht die Oberfläche fettig und dunkel. Zwei bis drei dünne Schichten sind ideal für ein Bett, das täglich genutzt wird.
Dachschrägen und Flure: Sondermaße richtig ausnutzen Unter einer Dachschräge gelten andere Regeln. Eine volle Tiefe von 60 Zentimetern ist nur dort sinnvoll, wo die Deckenhöhe mindestens 180 Zentimeter beträgt. In flacheren Bereichen sollten Sie auf eine Tiefe von 40 bis 45 Zentimetern zurückgreifen und stattdessen Regalböden nutzen. Hosen, Pullover und T-Shirts lassen sich hier problemlos stapeln. Für Hemden und Blusen eignen sich an der Schräge ausziehbare Hosenhalter oder flache Schubladen – diese benötigen weniger Tiefe als eine Kleiderstange. Achten Sie darauf, dass die Schranktüren trotz Schräge vollständig öffnen können.
Ein weiterer Punkt ist die äußere Abdichtung. Wenn der Kasten von außen nicht abgedichtet ist, zieht Regenwasser oder Schnee Feuchtigkeit in die Dämmung. Prüfen Sie die Fugen zwischen Kasten und Mauerwerk und dichten Sie sie mit einem dauerelastischen Dichtstoff ab. Das gilt besonders für die obere Kante, wo der Kasten an die Fassade grenzt. Entfernen Sie vorher alten, rissigen Kitt und reinigen Sie die Flächen. Ein Fehler, den viele machen, ist das Auftragen von zu viel Dichtmasse, die dann unschön herausquillt. Arbeiten Sie mit Malerkrepp ab und ziehen Sie die Masse glatt ab, sobald sie angetrocknet ist. Lassen Sie die Trocknungszeit ein, bevor Sie den Kasten wieder schließen.
Wenn die Dichtungen nicht ausreichen, sollten Sie den Kasten von innen dämmen. Dafür nehmen Sie die Klappe ab und legen Dämmplatten aus Styropor oder Mineralwolle in den Hohlraum. Wichtig ist, dass das Material nicht den Fallraum des Rollos blockiert und nicht mit dem Wellenlager kollidiert. Schneiden Sie die Platten passgenau zu und fixieren Sie sie mit Montagekleber – aber nur an den Wänden, nicht am beweglichen Teil. Lassen Sie an der Unterseite einen Abstand von mindestens zwei Zentimetern, damit sich das Rollo frei bewegen kann. Ein typischer Fehler ist das Stopfen von loser Wolle, die sich mit der Zeit verschiebt und den Mechanismus blockiert. Verwenden Sie immer formstabile Platten, die Sie exakt anpassen.
Worauf es bei der Dampfsperre ankommt Ein oft unterschätzter Punkt ist die Dampfsperre auf der Raumseite. Wenn Sie nur Dämmmaterial einlegen, kann die warme, feuchte Raumluft in den Kasten gelangen und an der kalten Außenwand kondensieren. Das führt zu Schimmel und im schlimmsten Fall zu Durchfeuchtung der Bausubstanz. Legen Sie deshalb zwischen Dämmung und Innenraum eine Folie aus Polyethylen, die Sie an den Rändern mit Klebeband luftdicht anschließen. Die Folie muss die gesamte Innenseite bedecken, einschließlich der Klappeninnenseite. Achten Sie darauf, dass die Folie nicht beschädigt wird, wenn Sie die Klappe wieder montieren. Alternativ können Sie auch Dämmplatten mit integrierter Dampfsperre verwenden, die es im Fachhandel gibt.
Die einfachste Sofortmaßnahme ist das Abdichten der beweglichen Teile. Dazu eignen sich selbstklebende Bürstendichtungen oder Schaumstoffstreifen, die Sie an der Unterkante der Klappe und entlang der Führungsschienen anbringen. Achten Sie darauf, dass die Dichtung nicht zu dick ist, sonst lässt sich der Kasten nicht mehr schließen. Ein häufiger Fehler ist das vollständige Verkleben der Klappe – dann können Sie bei einem Defekt nicht mehr an den Mechanismus gelangen. Prüfen Sie vorher, wie viel Platz zwischen Klappe und Rahmen bleibt, und wählen Sie das Material entsprechend. Auch die Gurtführung, durch die das Gurtband läuft, ist eine typische Undichtigkeit. Hier hilft eine Gummitülle, die Sie um das Band legen und in die Öffnung drücken.
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