Der Rückbau ist in der Mietwohnung oft die größte Hürde. Anders als verklebtes Vinyl lässt sich Klick-Vinyl in der Regel verlustfrei entfernen – vorausgesetzt, Sie haben die Dampfbremse und die Trittschallmatte nicht mit dem Boden verklebt. Beginnen Sie an einer Ecke und hebeln Sie die erste Planke vorsichtig mit einem Brechhebel heraus. Gehen Sie danach Reihe für Reihe vor, indem Sie die langen Seiten lösen und die Planken aufeinandergestapelt lagern. Wichtig: Überprüfen Sie vor dem Entfernen den Mietvertrag – manche Vermieter verlangen, dass der Originalboden wiederhergestellt wird. Wenn der Vormieter einen Teppich oder PVC-Belag entfernt hat, ist es oft einfacher, das Klick-Vinyl als „vorübergehenden Bodenbelag” zu deklarieren und beim Auszug wieder zu entfernen. Die Dampfbremse und Trittschallmatte lassen sich meist mit abziehen – entsorgen Sie sie jedoch nicht im Hausmüll, sondern im Wertstoffhof, da PE-Folien und PVC als Sondermüll gelten können.
Welcher Dichtstoff passt zu welcher Fuge? So findest du die richtige Wahl Sanitärsilikon ist die erste Wahl für Anschlussfugen an Badewanne, Dusche und Waschbecken. Es enthält einen Pilzschutz und bleibt dauerhaft elastisch. Für Fugen zwischen Fliesen, die keine hohe Wasserbelastung haben, eignet sich auch ein silikonfreier Acryl-Dichtstoff. Dieser lässt sich überstreichen und ist preisgünstiger, quillt aber bei dauerhaftem Wasserkontakt auf. In der Küche, besonders an der Arbeitsplatte, solltest du zu einem Dichtstoff greifen, der gegen Lebensmittel unbedenklich ist und keine Weichmacher abgibt. Hybrid-Dichtstoffe bieten hier einen guten Kompromiss: Sie sind wasserfest, elastisch und haften auf vielen Materialien wie Holz, Glas, Keramik und Metall.
Die Länge der Dichtung ermitteln Sie, indem Sie den gesamten Umfang des Flügels abmessen. Addieren Sie etwa zehn Prozent als Verschnitt, falls Sie an Ecken schräg schneiden müssen. Die meisten Schaumstoffdichtungen haben eine Klebeseite mit Schutzfolie. Diese Folie ziehen Sie erst unmittelbar vor dem Anbringen ab, damit der Kleber nicht austrocknet oder Staub anzieht. Reinigen Sie die Auflagefläche gründlich mit einem Entfetter und lassen Sie sie vollständig trocknen – nur so hält der Kleber dauerhaft.
Ein häufiger Fehler ist, die Dichtung zu weit außen am Rahmen anzubringen. Achten Sie darauf, dass sie beim Schließen genau auf der Gegenfläche aufliegt. Testen Sie das, indem Sie ein Blatt Papier zwischen Flügel und Rahmen klemmen und das Fenster schließen. Lässt sich das Papier nur schwer herausziehen, sitzt die Dichtung richtig. Ist der Widerstand zu gering, verschieben Sie die Dichtung etwas. Kontrollieren Sie auch die Scharniere: Sind sie ausgeleiert, schließt das Fenster nicht mehr dicht – dann hilft nur ein Austausch.
Beim Verlegen selbst sollten Sie auf die Dehnungsfuge achten: Klick-Vinyl arbeitet bei Temperaturschwankungen. Lassen Sie rund um den Raum einen Abstand von 8 bis 10 mm zur Wand, der später durch Fußleisten abgedeckt wird. Üblich ist, die Planken im Verband zu verlegen, also die Fugen um mindestens 30 cm zu versetzen. Das erhöht die Stabilität und sieht besser aus. Ein typischer Anfängerfehler: Die erste Reihe wird zu dicht an der Wand montiert, sodass sich die Planken später wellen. Nutzen Sie daher Abstandshalter aus Holz oder Kunststoff. Klicken Sie die kurzen Seiten zuerst ein, dann die lange Seite – und arbeiten Sie immer mit einem Schlagklotz, um die Verbindungen sauber zu schließen. Eine Stichsäge oder ein Cutter reichen zum Zuschneiden, aber sorgen Sie für saugende Luft, da PVC beim Schneiden gesundheitsschädliche Dämpfe freisetzen kann.
Ein häufiger Fehler ist das Verlegen ohne Dampfbremse auf mineralischen Untergründen wie Estrich. Auch wenn Klick-Vinyl wasserresistent ist, kann aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Estrich die Trägerplatte aufquellen lassen. Legen Sie daher immer eine PE-Folie (Dampfbremse) auf den Rohbeton, wenn dieser nicht durch eine separate Schicht geschützt ist. Die Folie sollte an den Wänden 5 bis 10 cm hochgezogen und anschließend durch die Trittschallmatte verdeckt werden. Zudem muss der Untergrund absolut eben sein: Unebenheiten von mehr als 2 mm pro Meter führen später zu hörbaren Knarzen und zum Lösen der Klicks. Gleichen Sie sie mit Spachtelmasse aus – das ist auch für den Rückbau wichtig, denn eine glatte Fläche erleichtert das Entfernen.
Die Wahl des richtigen Dichtstoffs hängt letztlich von der konkreten Situation ab: Wenn du eine dauerhafte, wasserdichte Abdichtung benötigst, die auch bei Bewegungen elastisch bleibt, greif zu Sanitärsilikon. Wenn du eine Fuge später überstreichen möchtest oder es sich um eine Trockenbereichsfuge handelt, ist Acryl die richtige Wahl. Für anspruchsvolle Materialkombinationen in der Küche empfehlen sich Hybrid-Dichtstoffe. Vermeide den Kauf von Billigprodukten ohne Kennzeichnung, da diese oft nicht die nötige Flexibilität oder Haftung bieten. Prüfe vor dem Kauf das Verfallsdatum – abgelaufene Dichtstoffe härten möglicherweise nicht richtig aus.
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