Stellen Sie zuerst einen Eimer oder eine flache Schale unter den Siphon. Drehen Sie dann die beiden Überwurfmuttern mit der Hand oder einer Rohrzange vorsichtig los. Wichtig: Ziehen Sie die Muttern nicht mit Gewalt an, sonst beschädigen Sie das Gewinde. Bei Kunststoffrohren reicht meist die Handkraft. Legen Sie ein altes Handtuch unter den Arbeitsbereich, denn es wird immer etwas Restwasser auslaufen. Lösen Sie die Muttern komplett und ziehen Sie den Siphon nach unten ab. Je nach Bauart müssen Sie auch den Ablaufschlauch von der Wand lösen.
Wenn Sie mehrere Löcher bohren müssen, arbeiten Sie sich von der Mitte der Fliese nach außen vor. So minimieren Sie das Risiko, dass die Fliese durch Spannungen bricht. Nach dem Bohren entfernen Sie das Kreppband vorsichtig und ziehen den Bohrer ohne seitliches Kippen heraus. Falls die Fliese trotz aller Vorsicht einen feinen Haarrisse bekommt, können Sie diesen mit einem speziellen Reparaturset für Keramik kaschieren – aber vermeiden Sie es besser gleich, indem Sie die Drehzahl niedrig halten und niemals ruckartig bohren.
Zuerst sollten Sie den Druck am Manometer ablesen. Das Manometer befindet sich meist an der Heizungsanlage im Keller oder in der Wohnung. Der optimale Druck liegt in der Regel zwischen 1,4 und 1,8 bar – bei kaltem Wasser und ausgeschalteter Pumpe. Wenn der Wert deutlich darunter liegt, ist wahrscheinlich Luft im System. Notieren Sie den Wert, denn Sie brauchen ihn später zum Vergleich. Achten Sie darauf, dass die Anlage während der Messung nicht gerade heizt, sonst ist das Ergebnis verfälscht.
Ein typischer Fehler ist das Entlüften bei voller Betriebstemperatur. Wenn die Heizung gerade gelaufen ist, steht das Wasser unter Druck, und beim Öffnen des Ventils spritzt es unkontrolliert heraus. Warten Sie also immer, bis die Anlage kalt ist. Ein weiterer Fehler: Sie entlüften, ohne den Druck zu prüfen. Das kann dazu führen, dass der Druck zu stark abfällt und die Anlage abschaltet. Kontrollieren Sie daher vor und nach dem Entlüften den Manometerstand. Sollten Sie trotz mehrfachem Entlüften weiterhin Geräusche hören oder bleibt der Druck konstant zu niedrig, informieren Sie Ihren Vermieter – das kann auf ein Leck oder einen Defekt hinweisen.
Saubere Kanten sind die Königsdisziplin. Viele Hobbyhandwerker kleben die Ränder mit Kreppband ab – das ist grundsätzlich richtig, aber nur, wenn Sie das Band richtig einsetzen. Drücken Sie das Band fest an, besonders an Ecken und Übergängen zur Decke, und lassen Sie an der Außenkante einen kleinen Spalt. Ziehen Sie mit einem schmalen Pinsel eine dünne Schicht der Wandfarbe entlang des Bands, sodass die Kante versiegelt ist. Nachdem Sie die gesamte Wand gestrichen haben, ziehen Sie das Band ab, solange die Farbe noch leicht feucht ist. Warten Sie nicht, bis sie vollständig getrocknet ist, sonst reißen Sie beim Abziehen frische Farbe ab. Alternativ können Sie eine Kantenrolle oder einen Pinsel mit abgeschrägten Borsten verwenden – das erfordert etwas Übung, liefert aber ein präzises Ergebnis.
Ein typischer Fehler, der zu Rissen führt, ist das Bohren direkt an der Fliesenfuge. Halten Sie mindestens zwei Zentimeter Abstand zur Kante, da der Zahnschmelz dort dünner ist. Auch das Bohren in eine bereits verlegte, aber noch nicht vollständig ausgehärtete Fliese kann Probleme verursachen – warten Sie, bis der Kleber trocken ist. Kontrollieren Sie außerdem, ob sich hinter der Fliese keine Elektroleitungen oder Wasserrohre befinden. Eine Leitungssuchgerät ist hier unerlässlich, bevor Sie das Loch setzen.
Das erste Loch in einer neuen Fliese ist immer eine kleine Mutprobe. Der Bohrer setzt an, man drückt vorsichtig, und im nächsten Moment rutscht die Spitze über die glasierte Oberfläche – mit einem unschönen Kratzer als Andenken. Wer schon einmal geflucht hat, weil die Fliese beschädigt wurde, kennt das Problem. Doch das Abrutschen lässt sich mit der richtigen Vorbereitung und Technik fast vollständig vermeiden. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus passendem Bohrer, korrekter Drehzahl und einem sauberen Anbohren.
Die häufigste Ursache für gesprungene Fliesen ist letztlich Ungeduld. Wer zu schnell bohrt, zu viel Druck ausübt oder den falschen Bohrer verwendet, wird scheitern. Mit der richtigen Vorbereitung – Klebeband, Hartmetallbohrer, niedrige Drehzahl und etwas Wasser – gelingt das Loch sauber und ohne Springen. Üben Sie im Zweifel erst an einem Reststück, bevor Sie sich an die Wand wagen. Auf diese Weise bleiben die Fliesen heil, und Sie sparen sich Ärger und teure Reparaturen.
Bevor Sie bohren, kleben Sie ein Stück Malerkrepp auf die markierte Stelle. Das Kreppband gibt der Bohrerpitze Halt und verhindert das Wandern. Alternativ können Sie die Stelle mit einem Körner oder einem Nagel leicht anrauen, um eine Führung zu schaffen. Der Druck ist ebenfalls entscheidend: Bohren Sie immer mit geringer Drehzahl – etwa 200 bis 400 Umdrehungen pro Minute. Wenn Sie eine Bohrmaschine mit Drehzahlregler besitzen, stellen Sie diese auf die niedrigste Stufe ein. Setzen Sie die Spitze senkrecht auf, üben Sie nur leichten Druck aus und steigern Sie die Kraft erst, wenn die Glasur durchbrochen ist. Ein häufiger Fehler ist, sofort mit voller Kraft zu bohren – das lässt die Spitze abrutschen.
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