Auch die Schrankdichtungen und Scharniere sind oft betroffen. Bei älteren Schränken sammeln sich dort Staub, Hautschüppchen und Haare, die bei Feuchtigkeit zu riechen beginnen. Reinigen Sie diese Bereiche regelmäßig mit einer Bürste und einem feuchten Tuch. Kontrollieren Sie außerdem, ob sich an der Unterseite des Schranks ein Hohlraum befindet, in dem Feuchtigkeit stagnieren kann. Wenn ja, legen Sie dort eine Schale mit grobem Salz hinein. Das Salz entzieht der Luft Wasser und verhindert so Schimmelbildung. Erneuern Sie das Salz etwa alle vier Wochen.
Ein muffiger Geruch im Kleiderschrank ist mehr als nur unangenehm. Er überträgt sich auf Kleidung, Bettwäsche und Handtücher und lässt selbst frisch gewaschene Textilien unhygienisch wirken. Bevor Sie zu Duftsprays oder Parfümblättern greifen, sollten Sie die eigentliche Ursache finden. Meist ist es eine Kombination aus Feuchtigkeit, mangelnder Luftzirkulation und organischen Ablagerungen, die den Geruch entstehen lässt.
Die Dunstabzugshaube arbeitet täglich im Verborgenen und sammelt dabei Fett und Schmutz aus der Küchenluft. Mit der Zeit bildet sich auf den Metallfiltern ein klebriger Belag, der nicht nur unansehnlich ist, sondern auch die Saugleistung spürbar reduziert. Ein verstopfter Fettfilter zwingt das Gerät zu mehr Arbeit, was den Motor belastet und die Lebensdauer verkürzt. Wer die Haube regelmäßig reinigt, spart sich nicht nur Ärger, sondern auch unnötige Reparaturkosten. Doch wie geht man am effektivsten vor, ohne die empfindlichen Oberflächen zu beschädigen?
Vorbeugung ist die beste Pflege. Legen Sie in den Eingangsbereichen Schmutzfangmatten aus, damit Sand und Steinchen nicht in die Wohnung getragen werden. Unter Stühlen und Tischen können Sie Filzgleiter anbringen – das verhindert unschöne Schleifspuren. Auch regelmäßiges Schneiden der Fingernägel von Haustieren gehört dazu, denn Krallen können tiefe Rillen hinterlassen. Und achten Sie beim Umstellen von Möbeln darauf, schwere Stücke anzuheben und nicht zu ziehen – sonst entstehen Kratzer, die sich nicht mehr entfernen lassen.
Die tägliche Pflege beginnt mit dem richtigen Werkzeug Bevor Sie irgendetwas wischen, sollten Sie den Boden gründlich trocken reinigen. Am besten eignet sich ein weicher Besen oder ein Staubsauger mit Parkettdüse – diese hat Filzstreifen, die den Boden nicht zerkratzen. Wichtig: Verwenden Sie niemals die rotierende Bürste, die oft bei Teppichsaugern dabei ist. Sie kann feine Kratzer verursachen, die sich schnell summieren. Auch ein leicht feuchtes Mikrofasertuch ist für die tägliche Reinigung ausreichend – aber nur wenn es kaum feucht ist und Sie es gut ausgewrungen haben.
Die gute Nachricht: Für die Grundreinigung benötigen Sie keine speziellen Chemikalien. Heißes Wasser, etwas Spülmittel und eine weiche Bürste reichen für die meisten Metallfilter völlig aus. Weichen Sie die Filter zunächst in einer großen Schüssel oder in der Spüle ein. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht kocht, da sich sonst Aluminiumfilter verformen können. Nach etwa zehn Minuten lösen Sie den groben Schmutz mit einer Nylonbürste. Bei hartnäckigen Verkrustungen hilft es, eine Paste aus Natron und Wasser aufzutragen und diese kurz einwirken zu lassen. Spülen Sie die Filter anschließend gründlich ab und lassen Sie sie vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder einsetzen.
Ein weiterer häufiger Fehler ist, zu spät zu bemerken, dass die Farbe nicht reicht. Kalkulieren Sie den Bedarf großzügig: Pro Quadratmeter Raufaser benötigen Sie in der Regel mehr Farbe als auf glatten Wänden, weil die Struktur viel Pigment aufnimmt. Messen Sie die Wandfläche aus und kaufen Sie dann die entsprechende Menge, aber immer etwas mehr – im Zweifel bleibt ein Rest übrig, den Sie für Ausbesserungen nutzen können. Wenn Sie mischen, achten Sie darauf, dass Sie die Farbe gut umrühren, damit die Pigmente gleichmäßig verteilt sind. Und schließlich: Lassen Sie sich Zeit beim Trocknen. Wenn Sie die zweite Schicht zu früh auftragen, können Sie die erste Schicht wieder anlösen und es entstehen Schlieren, die Sie nur schwer wieder wegbekommen. Am besten warten Sie die auf der Verpackung angegebene Trocknungszeit ab – meist sind das mehrere Stunden.
Ein weiterer häufiger Fehler ist der Einsatz aggressiver Reiniger. Scheuermittel, Allzweckreiniger mit Bleichmittel oder gar Essigessenz gehören nicht auf Holz. Diese Mittel greifen die Versiegelung an und machen den Boden matt und porös. Auch wenn es verlockend ist, hartnäckige Flecken mit Schrubber oder Stahlwolle zu bearbeiten – bitte nicht. Verwenden Sie stattdessen ein weiches Tuch und etwas mildes Spülmittel, falls unbedingt nötig. Für Kratzer im Alltag hilft oft schon ein feuchtes Tuch, um den Staub aus der Rille zu entfernen – so wirken sie weniger auffällig.
Was im Mietvertrag steht – und was nicht Bevor Sie überhaupt einen Pinsel in die Hand nehmen, sollten Sie den Mietvertrag genau lesen. Dort ist in der Regel festgelegt, ob und in welchem Umfang Sie verpflichtet sind, die Wohnung bei Auszug zu streichen. In vielen Mietverträgen gibt es eine sogenannte „Schönheitsreparaturklausel”, die den Mieter zur regelmäßigen Renovierung verpflichtet. Achten Sie dabei auf die Fristen: Oft sind sie an die Dauer des Mietverhältnisses gekoppelt, zum Beispiel alle drei Jahre für Küche und Bad, alle fünf Jahre für Wohn- und Schlafzimmer. Wenn Sie unsicher sind, ob die Klausel wirksam ist, fragen Sie einen Rechtsanwalt oder einen Mieterverein – das ist im Zweifel günstiger, als später die Kaution zu verlieren. Denn eine unwirksame Klausel kann nicht nur dazu führen, dass Sie gar nicht streichen müssen, sondern auch, dass der Vermieter die Kosten für eine Neustreuung nicht verlangen kann.
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